Biberttaltour 2019

Der TSV Ammerndorf lädt ein zur 14. Biberttal-Tour am

28. Juli 2019
4 Strecken und Velorado E-Bike Runde
Startzeit: 7:00 bis 11:00 Uhr
Zielschluss für alle Teilnehmenden: 16:00 Uhr
Start und Ziel: Bürgerhaus, Cadolzburger Str. 9, Ammerndorf

In diesem Bereich bietet das Küchenteam gegrillte Steaks und Bratwürste, frische Sommersalate mit Putenstreifen, kalte Getränke, Kaffee und selbstgebackene Torten und Kuchen an.
Startgebühr: Erwachsene 12 Euro. Schüler von 10 bis 18 Jahren 4 Euro.

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Saisonauftakt der Radsportabteilung

Reisebericht zum Saisonauftakt der Radsportabteilung
des TSV Ammerndorf vom 06.04 -13.04.2019 auf Sardinien

Wohin geht die Reise? Denia an der Costa Blanca, unser langjähriger Favorit....oder mit Hürzeler nach Alcudia auf Mallorca wie zuletzt, in die Hype-Region für Rennradler?
Da entdeckt unser Rad-Vorstand eine ansprechende Web-Site des Radreise-Anbieters „Friends on Bikes", fragt an und erhält für den Standort im nordöstlichen Sardinien ein verlockendes und wettbewerbsfähiges Angebot für Anfang April:
Ein 7-tägiger Aufenthalt in einem 4-Sterne-Hotel an der Costa Smeralda inklusive Halbpension und Bus-Transfer vom Airport Olbia + Mieträder, Radsportpaket und 5 geführten Touren. Mehrheitlich entscheiden wir uns für erstmals für „Bella Italia".
Einen passenden Samstags-Flug Nürnberg – Olbia bietet nur „Eurowings" an, glücklicherweise nicht „Germania". Der frühe Hinflug geht über Düsseldorf. Schnell wird gebucht, doch im Januar informiert uns Eurowings über die Streichung dieses Zubringer-Fluges nach Düsseldorf. Mangels akzeptabler Alternativen erklärt sich „Eurowings" nach zähen Verhandlungen schließlich bereit, uns kostenfrei auf den Freitag-Abend-Flug mit Übernachtung in Düsseldorf umzubuchen.

Unser Reise-Team besteht in diesem Jahr aus 7 Rennradlern und 2 Sightseeing-Damen die im Verlauf noch erwähnt werden. Vom Airport Nürnberg geht's nach kurzem Flug gleich zum Vorabend-Check-In für unsere Koffer am Düsseldorfer Terminal, dann mit der S-Bahn zu unserem komfortablen NH-Hotel und anschließend auf Empfehlung des Hotels per pedes zum „Italiener". Dort gibt es leckeres Essen mit reichlich Knoblauch und Düsseldorfer „Alt"-Bier mit dem bezeichnenden Namen „Frankenheim". Die Nacht ist kurz und um 4:30 Uhr steigen wir in 2 reservierte Taxis, die uns wieder zum Flughafen bringen, wo wir schläfrig und wortkarg durch den Sicherheitscheck geschleust werden. Es bleibt noch Zeit für eine Tasse Kaffee und kurz vor 7 Uhr sitzen wir im vollbesetzten Jet, der uns in knapp zwei Stunden nach Olbia bringt. Von dort geht es weiter per Taxi, bzw. mit dem reservierten Mietwagen unserer Sightseeing-Crew zum 35 km entfernten Hotel, das in idyllischer Lage oberhalb der Ortschaft Pulicinu - Baia Sardenia gelegen ist. Bei morgendlicher Frische und Sonnenschein kommen wir dort bereits gegen 10:00 Uhr an.

Unser Hotel „Li Graniti" ist in einen sanften Berghang harmonisch zwischen grünem Buschwerk und bizarren Granitfelsen eingebettet und man hat einen herrlichen Panorama-Ausblick auf die Baia Sardenia, die vorgelagerten Inseln und hinüber nach Korsika. Die Gebäudeanordnung und die verwinkelten Gänge auf diversen Ebenen erfordern anfangs guten Orientierungssinn, um sein Zimmer und alle wichtigen Einrich-tungen zu finden.

Vom freundlichen „Friends on Bikes"- Team werden uns bereits ab 11 Uhr an der Radwerkstatt die angepassten GIANT-Rennräder nebst Zubehör anvertraut. Danach geht's zur Radgarage nebst Bike-Shop. Dort wechseln bald einige Trikots im „Friends on Bikes"-Design den Besitzer. Hier buchen wir gleich die 4 geführten Touren für 40.-€. In der Radgarage stehen isotonisches Getränkepulver, Trinkwasser, Sandwiches und Bananen für die Touren bereit. Jetzt vor den Osterferien sind relativ wenige Gäste vor Ort, erzählt uns Antje, man bekommt kurzfristig auch keinen Flug nach Olbia, seit der AirBerlin- und Germania-Pleite. Hotels und Bars öffnen meist erst zu Ostern.
Wir werden diese Woche also in kleinen Gruppen unterwegs sein und eine individuelle Betreuung erfahren.

Wir Ammerndorfer absolvieren an diesem mäßig temperierten Samstagnachmittag schon eine 45 km-Einroll-Radrunde. Thomas führt uns per Garmin-Track über welliges Gelände mit der fordernden 15%-Rampe bis zu unserem Hotel. Bemerkenswert an diesem Nachmittag ist allerdings unsere gemeinsame Kaffeepause in Porto Cervo (Nobelort der Insel), auf der Terrasse eines Restaurants am Hafen, wo auch Doris und Jarka zufällig mit dem Auto eintreffen. Dieter und Helmut bestellen ein vom Ober empfohlenes Moretti-Bier, das nicht auf der Karte steht (!) und in einem Sektkühler (!) serviert wird. 12.- € kostet dieser zweifelhafte Genuss, zusammen mit einem doppelten Espresso sind dann jeweils 20.- € fällig. Lamentieren beim Ober hilft nichts, Trinkgeld kriegt der für diese Abzocke aber nicht von uns!

Unser Hotel-Restaurant ist abends ab 19:15 Uhr geöffnet. Ein reichhaltiges Vorspeisen-Buffet lädt zum Schlemmen ein und drei leckere Menüs können wahlweise bestellt werden, die man uns zusammen mit einem Viertel Wein und Wasser am Tisch serviert. Wir genießen diese entspannte und gepflegte Atmosphäre bei Tisch. Danach trifft man sich noch zu einem Drink an der Hotelbar, kommt mit anderen Gästen ins Gespräch.
Das Frühstücksbuffet steht ab 7:30 Uhr bereit. Das Angebot ist reichlich und abwechslungsreich, lässt kaum Wünsche offen. Nur der Tischkaffee schmeckt uns nicht, ersatzweise wird Cappuccino gereicht.

Schnupper-Radtour am Sonntag (kostenlos): 50 oder 100 km stehen zur Wahl, die ersten 25 km fährt die 14-Personen-Gruppe gemeinsam, danach teilt sich das Feld. Wer mit Guide Gerald die längere Tour fährt, gelangt bis zum nördlichsten Inselpunkt in Santa Teresa und hat etwa 1000 Hm zu absolvieren. Der Info-Abend ist um 18 Uhr. Standort-Chefin Anja präsentiert Wissenswertes zum „Friends on Bikes"-Netzwerk, die Standorte Sardinien und Sizilien und über Land und Leute.

Vier geführte Radtouren stehen von Montag bis Freitag zur Wahl, Mittwoch ist Ruhetag. Start ist jeweils um 10 Uhr. Ein Aushang in der Hotelbar informiert am Vorabend über die Streckenverläufe (mit Höhenprofil) und die geplante Durchschnitts-Geschwindigkeit. Man trägt sich dort für die gewählte Tour bzw. den zuständigen Guide ein.

Die schnelle Gruppe wird von Yannick geführt, für Dieter und Helmut sind 95 – 130 km lange Strecken mit bis zu 2000 Hm eine angemessene Herausforderung, mit zwei durchtrainierten Schweizer Naturburschen im Team wollen sie sich aber nicht messen.

Die moderaten Gruppen mit 80 – 105 km Strecken und bis zu 1600 Hm führen
Gerald und / oder Mathias. Dort kann Slawo locker mithalten und Günter meistens auch. Das Hamburger Paar, Markus aus Zürich und Annika aus Niedersachsen sind hier ebenfalls zu finden.

In der „Wellness-Gruppe" (Tourenlänge 55 – 90 km, bis 1200 Hm) fühlen sich Bernd,
Thomas und Hans wohl und werden von Antje bestens betreut.

Die Touren führen oft kurvenreich auf landschaftlich abwechslungsreichen Strecken durch hügeliges oder bergiges Gelände (bis auf 550 m Höhe). Ebene Abschnitte gibt es nur wenige, die Anstiege sind aber überwiegend moderat und nicht zu lang.
Meist fährt man auf verkehrsarmen Nebenstraßen mit teilweise herrlichen Ausblicken. Gewöhnungsbedürftig ist der manchmal zu geringe Sicherheitsabstand einiger sardischer Autofahrer beim Passieren der Radgruppe. Radfahrer sind auf der Insel wohl noch eine seltene Spezies. Auf halber Strecke ist eine Pause in einem Cafe eingeplant oder man stoppt auch mal spontan an einer Eisdiele. Zum Beine auslockern oder zum Fotografieren ist ein kurzer Halt zumindest bei den Oldies unter uns immer gern erwünscht.

Ruhetag am Mittwoch? Mitnichten! Der „harte Kern" der Ammerndorfer schwingt sich aufs Bike und dreht – warm eingepackt - mit Thomas an der Spitze eine gemütliche 65 km-Runde bis nach Palau. Doris, Jarka ,Günter und Slawo nutzen den Mietwagens für einen 400-km Ausflug zur Westküste mit Ziel „Grotta di Nettuno" nahe Alghero. Leider ist aufgrund schlechten Wetters und hoher Wellen der steile Treppenabstieg an den Klippen von Capo Cacca zum Höhleneingang geschlossen. Das ernüchterte Sightseeing-Quartett verzichtet aufgrund des starken Regens dann auch auf den Stadtbummel durch Sassari, der größten Stadt Sardiniens.

Das launische Aprilwetter vermasselt uns die Donnerstags-Tour, ersatzweise wird vom Betreuerteam u.a. eine „Rad-Werkstatt" angeboten, wo man uns diverse Montage-Tricks und Einstell-Kniffe zeigt. Anschließend findet Hans willige Mitspieler für ein exotisches Kartenspiel mit zweifelhaften Regeln aber hohem Spaßfaktor (Knochen-Karl?). Schon bei der Dienstags-Tour veranlasst ein nachmittägliches Unwetter die schnelle Radgruppe zur späten Aufgabe, ein Abholservice bringt die Jungs dann zum Hotel zurück. Die anderen Gruppen waren rechtzeitig zurück ohne nass zu werden. Gut dass es im Haus eine Sauna gibt, wo man sich wieder regenerieren und aufwärmen kann. Für ein Bad im Außenpool oder im Meer war während der ganzen Woche von uns Warmduschern niemand zu begeistern, für ein Fußbad am Strand wird man schon als mutig eingestuft.

Heimreise ist amSamstagmorgen. Um 7:40 Uhr bringt uns ein Kleinbus zum Airport. Das dürftige „Lunchpaket" ist kein Frühstücks-Ersatz, in der Flughafen-Cafeteria bleibt noch etwas Zeit für einen guten Cappuccino und ein Croissant zu zivilen Preisen.
Mit „Last Call"- Aufforderung eilen wir zum Shuttlebus, staunen über einen fast leeren (!) Airbus 320. Außer unsere Gruppe sind nur noch ein paar Passagiere im hinteren Teil. Ein völlig neues Flugerlebnis aber schlecht für's Weltklima!

Wie bewerten wir diese Reise und wohin wollen wir im nächsten Jahr?
Wir haben eine der schönsten Gegenden Europas mit dem Rad erkunden dürfen, wurden vom kompetenten und freundlichen „Friends on Bikes"-Team und vom aufmerksamen Hotel-Personal bestens betreut, familiär und entspannt. Was wollen wir mehr? Etwas mehr Sonne und Wärme wäre gut, auch für unsere Sightseeing-Fraktion.
Vielleicht fahren wir in Kürze mit qualitativ hochwertigen und preiswerten Radlhosen aus dem „Friends on Bike-Shop" unsere Trainingsrunden zu Hause - für den Abteilungs-Bedarf wurden schon die Größen probiert und eine Anfrage gestartet.
Wärmer ist es Anfang April sicher am zweiten „Friends on Bikes"-Standort im südöstlichen Sizilien. Hans wird sich schon mal über passende Flugverbindungen erkundigen und spätestens im November werden wir wissen, wo unser nächster Saisonauftakt stattfinden wird.

Abschließend ein herzliches Dankeschön an alle, die zum guten Gelingen dieser eindrucksvollen Reise beigetragen haben.

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